Das fehlende Stück der Wechseljahre
Warum sexuelles Wohlbefinden in jedes Gespräch über die Wechseljahre gehört.
Jahrzehntelang ging es in Gesprächen über die Wechseljahre um Hormone, Hitzewallungen und Nachtschweiß. Einer der wichtigsten Bereiche der Gesundheit von Frauen blieb dabei meist außen vor: das sexuelle Wohlbefinden.
Hormonelle Veränderungen können beeinflussen, wie sich dein Körper anfühlt, wie du Intimität erlebst, wie du schläfst, wie du mit Stress umgehst und wie verbunden du dich mit dir selbst fühlst. Diese Veränderungen zu verstehen ist der erste Schritt.
Wechseljahre sind mehr als Hitzewallungen.
Die meisten Frauen rechnen mit Hitzewallungen. Weit weniger rechnen mit den Veränderungen, die im ganzen Körper stattfinden können.
Hormonelle Veränderungen können sich auswirken auf:
- Schlaf
- Stimmung
- Energie
- Ängste
- Gedächtnis
- Konzentration
- Selbstvertrauen
- vaginales Wohlbefinden
- sexuelles Wohlbefinden
- Beziehungen
- Lebensqualität insgesamt
Die Wechseljahre sind nicht ein einzelnes Symptom. Sie sind ein Übergang, in dem vieles zusammenhängt und mehrere Systeme im Körper betroffen sind.
Warum sich sexuelles Wohlbefinden verändert
Viele Frauen bemerken Veränderungen, mit denen sie nicht gerechnet haben. Dazu können gehören:
- weniger Lubrikation
- zunehmende vaginale Trockenheit
- geringere Empfindsamkeit
- weniger Lust
- Unbehagen bei Intimität
- Erregung fällt schwerer
- der Orgasmus braucht länger
- das Gefühl, vom eigenen Körper entfernt zu sein
Keine dieser Erfahrungen bedeutet, dass etwas nicht stimmt. Sie sind häufige Folgen sich verändernder Hormonspiegel.
Trotzdem hören viele Frauen davon erst, wenn es sie selbst betrifft.
Sexuelles Wohlbefinden ist Gesundheit.
Lange galt sexuelles Wohlbefinden als etwas Optionales – als nettes Extra. Die Forschung legt zunehmend etwas anderes nahe.
Sexuelles Wohlbefinden trägt im gesamten Erwachsenenalter zur Lebensqualität bei. Es geht dabei nicht nur um Intimität mit einer Partnerin oder einem Partner. Es geht um:
- dich in deinem Körper wohlzufühlen
- Selbstvertrauen zu bewahren
- Intimität zu erhalten
- emotionales Wohlbefinden zu stützen
- mit dir selbst verbunden zu bleiben
„Sexuelles Wohlbefinden ist ein wichtiger Teil des gesunden Älterwerdens – nicht etwas, das mit den Wechseljahren endet.“
Was passiert bei Erregung?
Wenn wir sexuell erregt sind, reagiert der Körper auf bemerkenswerte Weise.
- Der Blutfluss nimmt zu.
- Der Beckenboden wird aktiver.
- Die natürliche Lubrikation nimmt zu.
- Muskeln entspannen sich.
- Das Nervensystem wechselt in einen erholsameren Zustand.
Diese natürlichen körperlichen Reaktionen sind ein Grund, warum sich die Forschung zunehmend dafür interessiert, welche Rolle sexuelles Wohlbefinden in den Wechseljahren spielt.
Warum die Forschung aufmerksam wurde
Viele Jahre lang gab es kaum Forschung dazu, ob sexuelles Wohlbefinden Symptome der Wechseljahre über die Intimität hinaus beeinflussen kann. Das hat sich geändert.
Forschende des Kinsey Institute wollten wissen, ob regelmäßige klitorale Stimulation und Masturbation eine breitere Rolle für das Wohlbefinden von Frauen in den Wechseljahren spielen können. Viele Teilnehmerinnen berichteten von Verbesserungen, die über das intime Wohlbefinden hinausgingen.
Die Forschung entdecken
Erfahre, wie eines der ersten eigens dafür angelegten Forschungsprogramme den Zusammenhang von Masturbation, Orgasmus und Symptomen der Wechseljahre untersucht hat.
Zur ForschungDu bist nicht allein.
Viele Frauen glauben, sie seien die Einzigen mit diesen Veränderungen. Sind sie nicht – über sexuelles Wohlbefinden in den Wechseljahren wurde einfach zu lange zu wenig gesprochen.
Offen sprechen. Den eigenen Körper verstehen. Herausfinden, was für dich funktioniert. Das alles gehört dazu, wenn du den Wechseljahren mit Selbstvertrauen begegnest.

MenoPulse
MenoPulse entstand aus einer einfachen Überzeugung: Wenn sexuelles Wohlbefinden in den Wechseljahren zählt, verdienen Frauen eine Lösung, die genau für diese Lebensphase gemacht ist.
Mit sanfter äußerer klitoraler Stimulation, persönlichen Routinen, Symptom-Tracking und Wissensangeboten in der SheHerMe App hilft MenoPulse, intimes Wohlbefinden zu einem Teil deiner Selbstfürsorge zu machen.
MenoPulse entdeckenHäufige Fragen
- Verändert sich sexuelles Wohlbefinden in den Wechseljahren?
- Ja. Viele Frauen bemerken durch hormonelle Veränderungen Unterschiede bei Lust, Empfindsamkeit, Lubrikation oder Wohlbefinden.
- Ist das normal?
- Ja. Diese Erfahrungen sind sehr häufig, fallen aber von Frau zu Frau sehr unterschiedlich aus.
- Ist Masturbation in den Wechseljahren gesund?
- Viele Fachleute im Gesundheitswesen sehen Masturbation als normalen Teil des sexuellen Wohlbefindens. Die Forschung untersucht weiter, wie regelmäßige sexuelle Aktivität und Orgasmus das Wohlbefinden in den Wechseljahren beeinflussen können.
- Wirkt ein Orgasmus über die Lust hinaus?
- Die Forschung legt nahe, dass ein Orgasmus eine Reihe körperlicher Reaktionen auslöst, die mit Entspannung, Stimmung und Schlaf verbunden sind. Wie sich das auf die Wechseljahre auswirkt, wird weiter untersucht.
- Erlebt jede Frau diese Veränderungen?
- Nein. Jeder Verlauf ist eigen. Manche Frauen bemerken kaum Veränderungen, andere in mehreren Bereichen ihres Wohlbefindens.